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Im Jahr 1848 wurde das Bad mit der Jahrhunderte alten Moritzquelle
und weiteren neuen Mineralquellen Königlich-Sächsisches
Bad. Schon 1852 konnte das sogenannte
alte Badehaus am Badeplatz seiner Bestimmung übergeben werden.
Die stürmische Entwicklung, die Bad Elster seitdem genommen
hat, ist das große Verdienst des ersten Bade- und Brunnenarztes
Dr. Robert Flechsig (1817-1892), der seit 1847 uneigennützig
und engagiert für das Bad und den Ort gewirkt hat. Dr. Flechsig
war es auch, der schon 1880 das erste Bademuseum mit dem damaligen königlichen
Badekommissar Bernhard v. Heygendorff (1834-1916) und dem
königlichen Hofphotograf Emil Tietze (1840-1931) schuf. Wenig
später schien es aufgelöst worden zu sein. Nach dem letzten
Weltkrieg, in den 50-er und 60-er Jahren, entstand unter Dr. Bruno
Rudau (1891-1970) mit einigen interessierten Bad Elsteranern ein
neues Bademuseum in Form einer Heimatstube.
Durch eine politische Entscheidung damaliger Verantwortungsträger
wurde das Museum zerschlagen und nachfolgend seiner Exponate beraubt.
1993 ergriffen wiederum einige an der Geschichte von Bad Elster
Interessierte die Initiative und gründeten mit Unterstützung
der Sächsischen Staatsbäder GmbH, der Stadtverwaltung,
der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde und des Kur- und Fremdenverkehrsvereins
e.V. den Verein der Förderer des Bademuseums Bad Elster e.V.
mit dem Ziel der Wiedererrichtung des einstigen Bademuseums verbunden
mit der Sammlung, Pflege und Erhaltung von Kulturwerten zur Geschichte
von Bad Elster.
Anliegen des Museums ist die umfassende Darstellung der Entstehung
und Entwicklung des größten Heilbades Sachsens und zugleich
der neuen Bundesländer. Dabei war es immer das Engagement von
Persönlichkeiten, das die Entwicklung des Bades und damit auch
die des Ortes weitergebracht hat. Im Rahmen der Euregio Egrensis
kommt dem namhaften sächsischen Badeort eine hohe Bedeutung
zu. Über 32.000 Gäste verbrachten ihren Kuraufenthalt
oder Gesundheitsurlaub im Jahr 2000 in Bad Elster.
Der Besucher des Museums findet eine Kopie jener Schrift aus dem
Jahre 1324, die die erste urkundliche Erwähnung des "Hofes
zu Elster" enthält. Er findet auch das erste Gemälde,
das uns den Badeplatz vom Jahre 1849 zeigt, gemalt von Nikolaus
J. A. Tilesius von Tilenau (1808-1886), der seinerzeit mit seinem
Vater, dem berühmten Naturforscher Dr. Wilhelm G. Tilesius
von Tilenau (1769-1857) in Bad Elster weilte.
Weitere im Museum gezeigte Gemälde und Zeichnungen stammen
von den Bad Elsteraner Kunstmalern Hermann R. O. Knothe (1891-1961)
und Walter F. Damm (1889-1961).
Gewürdigt wird das Werk der beiden Ehrenbürger Prof. Dr.
Paul Köhler (1864-1940) und Prof. Dr. Herbert Jordan (1919-1991)
und ebenso das Wirken der Königlichen Badekommissare und Bade-
und Kurdirektoren für Bad Elster.
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 14.30-18.00
Uhr
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Tel: 037437/53885 |
Informationen durch die Bad
Elster-Information "Haus Baden":
Tel: 037437/539393
Fax: 037437/539394
Geschäftsanschrift des Bademuseums:
Verein der Förderer des Bademuseums Bad Elster e.V.
Postfach 11 03
08621 Adorf
Tel.: 037423/2408
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